Lebensfreude Praxis für persönliche Entwicklung und Therapie: Petra und Jörg Hielscher Jörg T. Hielscher Petra Chr. Hielscher

Lebensfreude  Praxis für persönliche Entwicklung und Therapie

RückschulungPetra Chr. Hielscher

Mit Rückschulung der Händigkeit ist die Wiederbenutzung der dominanten Hand zum Schreiben gemeint. In den meisten Fällen also eine Rückschulung auf die linke Hand, aber auch Rückschu-
lungen auf die rechte Hand sind möglich.

Jede Umschulung der Händigkeit verursacht Beeinträchtigungen bei den Betroffenen. Es kommt zu verschiedensten primären Störungen, wie Gedächtnisstörungen, Konzentrationsstörungen, Lese-Rechtschreib- und Rechenstörungen, Sprachstörungen und Raum-Lage-Labilität. In Folge dessen entwickeln sich sogenannte sekundäre Störungen: Minderwertigkeitsgefühle, Überkompensa-
tion, Verhaltensauffälligkeiten, neurotische Störungen, psychoso-
matische Beschwerden, z.B. Migräne, Herzbeschwerden, Magen-Darmkrankheiten.

Der Leidensdruck des Umgeschulten kann also erheblich sein. Die Rückschulung auf die genetisch vorgegebene dominante Hand kann wie eine Befreiung wirken und zu einer Verbesserung der verschiedenen Störungsbilder führen. Manche Menschen erleben die Rückschulung allerdings als verwirrend, so dass durch diese Belastung sogar eine Verschlechterung eintritt. Die Erfahrungs-
werte der durchgeführten Rückschulungen zeigen, dass allgemei-
ne Aussagen nicht angemessen sind.

Der Wunsch von umgeschulten Linkshändern, das erlebte Unrecht und ihre beeinträchtigenden Folgen wieder rückgängig zu machen, ist nur zu gut nachvollziehbar. Leider gibt es aber im Gehirn keine “Rücklauftaste“. Ob eine Rückschulung Erfolg bringt, oder eine weitere Belastung für den Betroffenen bedeutet, hängt von vielen individuellen Faktoren ab.

Gerne berate ich Sie bei Ihrer Entscheidungsfindung und begleite Sie durch den Prozess einer Rückschulung.

Literaturempfehlung:
“Der umgeschulte Linkshänder oder der Knoten im Gehirn“
Dr. Johanna Barbara Sattler, Auer-Verlag