


Viele physisch und psychisch Kranke leiden unter Isolation in der Gesellschaft. Ihre Krankheit macht sie zu Außenseitern, deshalb
glauben sie: “Ich stehe allein mit meinem Problem.“
Die Folgen sind nicht selten Resignation und Selbstaufgabe, was
eine Heilung unmöglich machen kann. In der Gruppentherapie
treffen Patienten auf Menschen mit ähnlichem Schicksal. Sie
können Erfahrungen austauschen, fühlen sich verstanden
und finden Gleichgesinnte, die ihr Selbstvertrauen und ihren
Willen zur Heilung stärken.
Die Gruppe wirkt als Abbild der Gesellschaft und der Herkunfts-
familie jedes Teilnehmers.
Die wichtigsten Wirkfaktoren sind: der Ausdruck von Gefühlen,
der emotionale Zusammenhalt der Gruppe, gemeinsames
zwischenmenschliches Lernen.
Ziel ist es, dass die Teilnehmer zu anderen in der Gruppe
Beziehungen aufnehmen, sich den anderen gegenüber öffnen,
Rückmeldung geben und selbst welche erhalten und annehmen.